Tagestipps im Radio

Tagestipps

Samstag 18:00 Uhr BR-Klassik

Münchner Opernfestspiele

Wolfgang Amadeus Mozart: "Idomeneo" Dramma per musica in drei Akten In italienischer Sprache Idomeneo - Matthew Polenzani Elettra - Hanna-Elisabeth Müller Ilia - Olga Kulchynska Idamante - Emily D"Angelo Arbace - Martin Mitterrutzner Oberpriester Poseidons - Caspar Singh Stimme des Orakels - Callum Thorpe Chor der Bayerischen Staatsoper Bayerisches Staatsorchester Leitung: Constantinos Carydis Präsentation: Michael Atzinger PausenZeichen Antonia Goldhammer im Gespräch mit dem Regisseur Antú Romero Nunes Michael Atzinger im Gespräch mit der Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller Es ist die definitiv letzte Neuproduktion der Ära Nikolaus Bachler als Staatsopernintendant in München. Mit einem neuen "Idomeneo" Mozarts schlägt Bachler den historischen Bogen zu den Wurzeln der langen Operntradition an der Isar. Denn "Idomeneo" wurde 1781 im Münchner Cuvilliéstheater uraufgeführt. Das erste der sieben späten Bühnenwerke des Salzburger Genies darf nun im Prinzregententheater während der Opernfestspiele 2021 szenisch neu hinterfragt werden - von Regisseur Antú Romero Nunes. Und der Dirigent Constantinos Carydis? Das Bayerische Staatsorchester durfte unter seiner Leitung bei "Le Nozze di Figaro" 2017 beinahe so rasant aufspielen wie ein Originalklangensemble. Wie wird es diesmal? BR-KLASSIK überträgt live im Radio.

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Die explosiven Reste der Vergangenheit - Blindgänger Von Sascha Wundes Regie: Andrea Leclerque Mit: Jonathan Bruckmeier und Lilli Lorenz Ton: Manfred Seiler Produktion: SWR 2021 Länge: 50"45 Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sind kein Phänomen im Rückgang. Mit der Erschließung neuer Baugebiete steigt die Zahl der Funde. Eine Deutschlanderkundung mit Entschärfungsteams. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo in Deutschland ein Blindgänger gefunden wird. Wir leben auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs, darunter immer noch Tausende Tonnen nicht explodierter Bomben. Die Gefahr, die damals vom Himmel drohte, droht heute aus dem Erdreich. Und obwohl jedes Jahr Tausende Blindgänger entschärft werden, steigt die Zahl der Bombenfunde an. Grund ist die zunehmende Verdichtung der urbanen Räume, jede freie Fläche wird bebaut: Mehr Bagger, mehr Bomben. Wenn die letzten Zeugen des Zweiten Weltkriegs gestorben sind, werden immer noch Blindgänger an die Zeit erinnern. Sascha Wundes, geboren 1971 in Solingen, studierte Ethnologie, Soziologie und Politikwissenschaft. Lebt seit 2005 in Dortmund, wo er mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen arbeitet. Seit 2008 ab und zu Hörfunkautor. Zuletzt: "Das letzte Mal" (SWR 2017, gefördert durch ein Hörspiel-Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW) und "Diesseits der Stille" (NDR 2017). Die explosiven Reste der Vergangenheit - Blindgänger

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Coconut Hero Von Elena von Saucken Wiederholung: WDR 5 So. 17.04 Uhr Lebensmüder Jugendlicher entdeckt das Glück Komposition: Richard Barger Mike: Robert Alexander Baer Cynthia: Tanja Schleiff Miranda: Natalia Rudziewicz Frank: Thomas Balou Martin Arzt 1: Bernt Hahn Sozialarbeiter / Arzt 3: Martin Bross Krankenschwester / Bernadette: Claudia Mischke Pfarrer: Ernst August Schepmann Rektor: Heribert Malchers Bestatter: Rainer Homann Tankstellenfrau: Gisela Keiner Peter / Arzt 2: Maximilian Hilbrand Camilla: Franziska Arndt Regie: Christoph Pragua Produktion: WDR 2015

Samstag 19:04 Uhr HR2

Live Jazz

JZ Replacement | Zhenya Strigalev, as, electronics | Elliot Galvin, ep (Fender Rhodes), electronics | Jamie Murray, dr | INNtöne Jazz Festival, Diersbach, Österreich, August 2020

Samstag 19:30 Uhr Ö1

Festival Glatt Verkehrt live

Luisa Cottifogli Trio und SuRealistas live im Hof der Winzer Krems Im Rahmen des Glatt- -Verkehrt-Italien-Schwerpunkts sind heute Sängerin Luisa Cottifogli und die SuRealistas im Hof der Winzer Krems zu Gast. Luisa Cottifoglis Gesang speist sich aus vielerlei Quellen zwischen Folk, Pop, Jazz und klassischer indischer Musik, die sie vor Ort studiert hat. Bekannt geworden ist sie mit ihrem 1994 in Bologna gegründeten, rein weiblichen A-cappella-Sextett Vocinblù, 2008 war sie Teil des Jazzensembles Quintorigo, das die vielbeachtete Hommage-CD "Play Mingus" vorlegte. Cottifoglis aktuelles Album "Come un albero d"inverno" von 2017 ist ein Spiegel ihres breiten Horizonts, der hier von Jodlern über Volksliedmelodien bis zu sakralen Gesängen reicht. Die Sängerin, die als Glatt Verkehrt-Artist in Residence den gesamten Juli über in Krems weilt, wird die Bühne mit ihren Triokombattanten Gabriele Bombardini (Gitarre) und Enrico Guerzoni (Violoncello) sowie einem österreichischen Überraschungsgast teilen. Um selbige dann den SuRealistas zu überlassen, der gewitzten Band um die aus Argentinien in die Toskana emigrierten Brüder Cornejo - namentlich: Jeremías, Joaquín und Agustín Cornejo. Zu ihren politisch engagierten, spanischen Texten treten die jazzig angefixten Bläserstimmen von Tenorsaxofonist Gianni Valenti und Trompeter Mauro La Mancusa sowie eine mit vielfältigen Grooves zwischen Cumbia und Latin-Pop bestens vertraute Rhythmusgruppe. Die SuRealistas sind erstmals live in Österreich zu erleben! Gestaltung: Rainer Elstner

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Il Ritorno in Patria» nach einer Erzählung von W. G. Sebald Mit «Il Ritorno in Patria» schuf W. G. Sebald ein Stück Weltliteratur. Die autobiographisch anmutende Erzählung handelt vor allem von der Sehnsucht nach Heimat - und von der unerbittlichen Gegenwart der Erinnerung. Zu Sebalds 20. Todestag gibt es erstmalig eine Hörspielfassung des Textes.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Frauenstimmen Nada. Nichts Von Friederike Mayröcker Regie: Norbert Schaeffer Mit Elfriede Irrall, Walter Pfeil, Ulrich Matthes, Ernst Konarek, Markus Gertken, Nikola Weisse Ton und Technik: Walter Jost, Renate Tiffert Produktion: SDR 1991 Länge: 57" 56 Hörspiel von Friederike Mayröcker Eine nächtliche Zugfahrt wird zur inneren Reise einer Schriftstellerin. Die unsichtbar vorbeirauschende Landschaft löst diffuse Ängste aus und stößt die Protagonistin in einen Abgrund der Erinnerungen. Eine Reise wird zum Anlass tastender Erinnerungen und zögerlicher Zukunftsentwürfe. Die Schriftstellerin schiebt die beiden Männer, Julian und Lerch, denen sie sich gleich nahe fühlt, beinahe fugenlos ineinander, um dann doch wieder auf der Trennung zu beharren. Die äußere Reise gerät in den Hintergrund, das Nicht-vergessen-Können überschattet jeden Gegenwartsmoment, "bis wir alle endlich unser Ziel erreicht haben werden, nämlich Meister des Vergessens geworden sind und allesamt Meister der Erinnerungslosigkeit geworden sind und jenen endgültigsten aller endgültigen Zustände erreicht haben werden, also den endgültigsten Grad unseres endgültigsten Zerfalls". (Friederike Mayröcker) Friederike Mayröcker, geboren 1924 in Wien. Seit 1946 publizierte sie zahlreiche Prosabände und Gedichtsammlungen. Zu ihrem Werk gehören auch über 20 Hörspiele, zum Teil gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Ernst Jandl verfasst. Für das Hörspiel "Fünf Mann Menschen" erhielt sie zusammen mit Ernst Jandl 1969 den Hörspielpreis der Kriegsblinden. 2001 wurde sie mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Nada. Nichts

Samstag 21:05 Uhr BR-Heimat

Zeit für Bayern

Es riecht nicht alles gut was kracht Kleine Kulturgeschichte des Feuerwerks in Bayern Von Sarah Khosh-Amoz Wettermacher in Bayern ... Von Hexen, Meteorologen und Luftverpestern Von Carlo Schindhelm Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Es riecht nicht alles gut was kracht Kleine Kulturgeschichte des Feuerwerks in Bayern Von Sarah Khosh-Amoz Lärm gehört seit ältesten Zeiten in allen Kulturen zum Feiern und zu jedem Fest. Man lässt es buchstäblich einmal "richtig krachen". Dafür wurde schon in der Antike alles genutzt, was laut ist: Glocken und riesige Schellen, Ratschen, Klöppel und Peitschen. Mit der Erfindung des Schießpulvers im 14. Jahrhundert setzt eine neue Tradition ein. Ebenso wie bis heute in orientalischen Ländern vor Freude in die Luft geschossen wird, böllern bei uns etwa die Berchtesgadener Weihnachtsschützen in der Heiligen Nacht und zu Silvester. Aus diesem Schießen hat sich in der Barockzeit die europäische Variante "Feuerwerk" entwickelt. In der Zeit für Bayern-Sendung besucht Sarah Khosh-Amoz den Feuerwerker Peter Ruppert in Unterhaching bei München. Mit seinem Sohn betreibt er das Geschäft "Himmelsschreiber". Und Peter Sauer aus Gersthofen bei Augsburg stellt Feuerwerke noch selbst her und tüftelt an neuen Kreationen. Ein Feature über Vergangenheit und Gegenwart eines Stücks Feierkultur. Wettermacher in Bayern ... Von Hexen, Meteorolgen und Luftverpestern Von Carlo Schindhelm Im Juni 1616 zerstören, Frost, Regen und Hagel die Ernte. Bereits wenige Wochen später sind die Schuldigen gefunden. Nachweislich kommen 420 Menschen im Hexenturm im unterfränkischen Zeil ums Leben. Die meisten sind Frauen. Zwei Mal ist das Wetter Anlass für die Hexenverfolgung. Für die Menschen des Mittelalters sind Wetterphänomene ein ungeheuerliches Schauspiel, das als göttliches Wunderzeichen gedeutet wird. Mit Glockengeläut und Kanonenschüssen versuchen sie Gewitter zu vertreiben. Vergeblich! Das Wetter bleibt ein großes Rätsel. Auch die Sternegucker suchen nach Antworten und glauben sie bei den Planeten gefunden zu haben. So deutet etwa der Altdorfer Astrologe Abdias Trew: Merkur könne je nach Stand zur Sonne Winde hervorrufen, "die verhältnismäßig reich an Dunst sind, örtlich Schnee- oder Regenfälle" mit sich brächten. Erst im 18. Jahrhundert beginnen Wissenschaftler in Bayern Messungen durchzuführen. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften nimmt sich dem Wetter an. Es entsteht ein erstes Netz von Beobachtungsstationen, etwa auf dem Hohen Peißenberg. Einfache Instrumente erfassen Luftdruck und Temperatur. Noch heute gibt es auf dem Hohen Peißenberg eine voll automatisierte Beobachtungsstation des Deutschen Wetterdienstes. Eine Vielzahl von Daten fließen beim Deutschen Wetterdienst in München zusammen, um mit Hilfe von hochkomplexen Modellen das Wetter vorherzusagen. Ein Wetter das man meint, jederzeit im Griff zu haben - über das Handy per App. Gleichzeitig hat das Wetter noch immer nicht seine Ungeheuerlichkeit verloren und unsere Generation muss mit dem Klimawandel erkennen: Wetter ist auch menschengemacht.

Samstag 22:05 Uhr Bayern 2

Eins zu Eins. Der Talk

Caro Matzko im Gespräch mit Lucia Hufnagel, Bäckerin Die gebürtige Würzburgerin Lucia Hufnagel begab sich nach dem Abschluss ihrer Bäckerlehre im April 2016 auf Wanderschaft und folgt so einer alten deutschen Tradition. Seither war sie in acht Ländern unterwegs. Als eine von wenigen jungen Frauen lässt sie so die Gesellenwalz wiederaufleben.

Samstag 23:00 Uhr Bremen Zwei

ARD-Radiofestival: Kabarett: Preisgekröntes Kabarett & scharfe Satire

Das ARD Radiofestival präsentiert Humor mit Tiefgang und internationaler Strahlkraft - mit prominenten Namen und spannenden Entdeckungen. Die Schweizer Legende Emil Steinberger hat auch das deutsche Humorverständnis geprägt. Der bayerische Stand-Up-Comedian Michael Mittermeier ebnete dem Genre hierzulande den Weg. Der Kabarettist Florian Schroeder hat sich mit Leidenschaft den Querdenkern gestellt. Der Bühnenliterat Moritz Neumeier balanciert auf der Grenze politischer Korrektheit. Und die Schweizer Slam-Poetin Lara Stoll steigert ihre grotesken Alltagsgeschichten gerne ins Apokalyptische.

Samstag 23:03 Uhr Ö1

Die Ö1 Jazznacht

5 Millionen Pesos: Lukas Gabric im Studio und mit Quartett im Wiener Radiokulturhaus Der aus Villach stammende Tenorsaxofonist Lukas Gabric, Jahrgang 1987, hat in seiner Wahlheimat USA schon manche Spur hinterlassen. 2013 war er Semifinalist des bedeutendsten internationalen Jazzwettbewerbs, des Thelonious Monk Competition in Washington D.C. Studiert hat er u. a. an der Juilliard School of Music in New York City, wo Gabric inzwischen selbst als Saxofon-Dozent unterrichtet. In der alten Heimat Kärnten organisiert Gabric hingegen seit 2018 den Carinthian International Jazz Award, für den sich Saxofonist/innen unter 30 Jahren bewerben können. Seine Visitenkarte legte er 2019 in Gestalt der CD "Labor of Love" vor, in deren Rahmen sich Lukas Gabric als hochvirtuoser Könner auf dem Tenorsaxofon präsentiert, und für die er seine Band für einige Stücke auch um ein Streichquartett erweitert. Am 18. Juni 2021 gastierte Gabric mit den arrivierten Wiener Szene-Cracks Danny Grissett (Klavier), Philipp Zarfl (Kontrabass) und Vladimir Kostadinovic (Schlagzeug) in der Reihe "5 Millionen Pesos" im Studio 3 des Wiener Radiokulturhauses. Andreas Felber präsentiert das Konzert und plaudert mit Lukas Gabric über sein Leben zwischen Villach und New York City. Gestaltung: Andreas Felber

Samstag 23:05 Uhr Deutschlandfunk

Lange Nacht

Filmemachen um jeden Preis? Eine Lange Nacht über die DDR-Regisseurinnen Petra Tschörtner, Gabriele Denecke und Helke Misselwitz Von Beate Schönfeldt Regie: Rita Höhne (Wdh. v. 3./4.10.2015) In der DDR gab es nur wenige Regisseurinnen. Sich an der Filmhochschule in Babelsberg zu bewerben, um Regisseurin zu werden, war kein emanzipatorischer oder gar politischer Akt. Frauen im Westen Deutschlands hingegen verstanden ihre Filme oft nicht so sehr als Kunstwerke, sondern mehr als politische Beiträge zur Entwicklung der Gesellschaft. Die Filmhochschule bot weite Experimentierfelder für die drei Regisseurinnen Petra Tschörtner (1958-2012), Gabriele Denecke (*1952) und Helke Misselwitz (*1947). Schwierig wurde dann der Übergang in die Praxis. Nach 1989 werden sie mit dem gesamtdeutschen Arbeitsmarkt konfrontiert. Um den Preis der garantierten Anstellung bleiben da und dort auch künstlerische Ambitionen auf der Strecke.

Freitag Sonntag